Babybauchshooting zuhause

Letztes Wochenende habe ich mich auf den Weg nach Hamburg gemacht, um mit meiner lieben schwangeren Freundin Saskia und ihrem Mann Christoph ein Babybauchshooting bei ihnen zuhause durchzuführen.
Mir war wichtig ohne Zeitdruck ganz entspannt eine Ecke in ihrer Wohnung zu finden, die genug Platz und Licht bot, um einen “selfmade” Studioaufbau mit simplen Mitteln einzurichten.
Das “Nötigste” dabei: Meine DSRL-Kamera, zwei gute Teleobjektive, einen mobilen Aufsteckblitz, verschieden farbige Stoffhintergründe, Klammern zum Befestigen des Stoffes, elastische Klettverschlussbänder und Tapeband.

Tipps für dein Babybauchshooting zuhause – Must-haves: Platz und Licht
Die Wahrheit ist, dass für ein Babybauchshooting zuhause deutlich mehr Platz benötigt wird als bei klassischen Portraits.
Teste daher vor dem Aufbau des Hintergrundes in deiner Wohnung, wie viel Abstand du zur werdenden Mama einnehmen musst, damit sie und ihr Babybauch auf dem späteren Foto gut erkennbar sind.
In der Regel brauchst du einen Mindestabstand von drei bis vier Metern zum Hintergrund / Model.
Wenn du den geeigneten Ort für das Fotoshooting gefunden hast, solltest du nun überlegen, was du als mögliche Lichtquellen zur Beleuchtung einsetzen kannst.
Nicht jeder hat zuhause Baustrahler oder Studiolichtboxen. Was bedeutet kreativ zu sein auf der Suche nach Licht, z.B. das Schreibtischlicht an deinem Computer, das im Idealfall noch dimmbar und von der Farbtemperatur veränderbar ist, kann eine hervorragende Lichtquelle sein.


Tipps für natürlichen Platz in einer normal großen Wohnung
- Wohnzimmer/Fernsehwand zum Hintergrund umfunktionieren
- Türen, sind mindestens 90cm breit und Stoff lässt sich gut einhängen
- Flur, wenn er breit genug ist (1,3m -1,5m) und eine Länge von 4m hat
- Terrasse oder länglicher Balkon
- Schlafzimmer: verhänge deinen Kleiderschrank mit Stoff und verwandel ihn in deinen Hintergrund
Nützliche Utensilien & Gegenstände für eurer Babybauch-Fotoshooting
- Stapelt leere Umzugskartons zu einer hohen Wand und befestigt dort euren Hintergrundstoff
- Nutzt Tische als Stative für eure Beleuchtung/Lampen (festklemmen/hinstellen)
- Bei Gardinen als Hintergrundstoff: fädelt eine Schnur durch die Ösen und hängt die Schnur an Schränken, Türen, Fenster ein.
- Licht: Nutzt das Tageslicht, das durch die Fenster kommt. Bastelt euch einen Reflektor aus weißem Styropor oder Glanzfolie. Besorgt euch eine lichtstarke Lampe (old school: Baustrahler, modern: Schreibtischlampe, Luxus: Softbox).
Wer suchet, der findet..
Ich kannte Saskias Wohnung grob, trotzdem war ich mir nicht sicher, wo der beste Hintergrund für unser Vorhaben sein könnte. Es hat ein paar Anläufe gebraucht bis es dann die Terrasse wurde auf die zu dieser Zeit die Sonne von der Seite strahlte.
Mithilfe von zwei Sonnenschirmen und einem Sonnensegel schirmten wir die störenden Sonnenstrahlen ab. Den Stoffhintergrund befestigten wir mit Klettband und Klammern am Regenrohr und einer Palisade.
Glücklich endlich nach dem dritten Anlauf einen guten brauchbaren Hintergrund gefunden zu haben, fingen wir auch schon mit dem Babybauchshooting an.






Posen, Accessoires und Outfits für ein Babybauchshooting zuhause
Wenn der Hintergrund steht, das Licht gesetzt ist, dann beginnt der spannende Teil des Fotoshootings: Das Posen und die Outfitwechsel. Das Posen vor der Kamera und die Wahl eures Outfits ist eurer Phantasie, eurem eigenen Geschmack und eurer Energie überlassen. Wichtig: ihr solltet euch wohlfühlen und den Babybauch in Szene setzen. Tobt und probiert euch aus.
Wer allein die Fotos von seinem Babybauch machen will, braucht ein Stativ für die Kamera und benutzt den Selbstauslöser in der Kamera oder auch einen kabellosen Selbstauslöser. Bei einer DSLR (digitale Spiegelreflexkamera): Legt den Schärfebereich manuell fest (am Objektiv, nicht der Kameramodus), indem ihr mit einem Kuscheltierdummy arbeitet und merkt euch eure Position.
Ein kurzer Tipp am Rande: haltet die Outfitwechsel auf maximal vier begrenzt, denn irgendwann ist die Luft raus und dann hilft auch kein neues Outfit mehr.
Bildbearbeitung: der letzte Schliff am Bild
Mein Vater sagte mal, aus einem Trabi kannst du keinen Mercedes zaubern – aber mit modernen Bildbearbeitungsprogrammen können aus unscheinbaren Fotos echte Hingucker werden. Wichtig ist eine gute Balance aus Natürlichkeit und Perfektion zu finden und es mit den vielfältigen Bearbeitungsmöglichkeiten nicht zu übertreiben.
Bereits bei der Aufnahme eurer Bilder solltet ihr im Hinterkopf behalten, wie später die Bilder bearbeitet werden können. Ich als Hobbyfotografin versuche mit RAW-Dateien, die während des Shootings als gewähltes Dateiformat in meiner DSRL-Kamera entstehen, zu arbeiten und diese später in Lightroom zu benutzen. Einerseits ermöglichen mir RAW-Dateien verlustfreies arbeiten, andererseits bietet mir Lightroom viele (nicht alle) Möglichkeiten Einfluss auf die Lichtgebung, Tiefenschärfe und Farben zu nehmen. Mit neuen KI-Funktionen können störende Elemente im Hintergrund retuschiert und Objekte mit einem Klick trennscharf ausgewählt werden.
Wann lohnt sich die Arbeit mit einem Bildbearbeitungsprogramm
- wenn Bilder unter schlechten Lichtbedingungen entstanden sind, man Tiefen und Lichter anpassen will, Rauschen (Pixel) entfernen will, unscharfe Bereiche schärfen will
- Bilder mit einem Farbstich (passiert bei Mischung von künstlichem und natürlichem Licht)
- Bilder, die in Schwarzweiss umgewandelt werden sollen
- Bilder, die später gedruckt/ belichtet werden sollen
Ich hoffe, mein Beitrag hat dir ein paar hilfreiche Ideen und Inspirationen für dein Babybauchshooting zuhause gegeben.
Hast du noch Fragen zum Babybauchshooting zuhause? Dann schreib gern einen Kommentar oder teile deinen Tipp!